
Den Geist fliegen lassen: Fliegenpilz, Rauhnächte und das Licht in uns
, Von Dinah Henke, 13 min Lesezeit

, Von Dinah Henke, 13 min Lesezeit
Was dich in diesem Beitrag erwartet Schon seit Urzeiten verbindet die Menschen eine tiefe Sehnsucht: das Wissen wollen, was hinter der sichtbaren Welt liegt. Ob schamanische Reise oder Astralreise – im Kern geht es immer um dieselbe Erfahrung: Das Alltagsbewusstsein für einen Moment ruhen zu lassen, um innere Räume zu betreten und Klarheit zu finden. In diesem Blogbeitrag erfährst du: Mythos & Wahrheit rund um den Fliegenpilz: Warum er ein altes schamanisches Glückssymbol ist und wie wir sein Bild als reine Intention – völlig ohne Rauschmittel – nutzen können. Das Zusammenspiel von Kopf, Körper & Herz: Warum Information unserem Verstand Sicherheit gibt, unser Körper Erfahrungen speichert und das Herz der wahre Schlüssel zur Verbindung ist. Befreiung von altem Druck: Wie wir aus der Falle der Selbstgeißelung, dem People Pleasing und alten Rollen (Opfer-Täter-Retter) aussteigen dürfen. Deine Reise in den Rauhnächten: Wie ein kleines Licht dir als sicherer Anker dient, um den Übergang zwischen den Welten bewusst, sanft und im eigenen Tempo zu beobachten. Eine Einladung zum Innehalten, Reflektieren und Erinnern – ganz ohne Zwang, auf Augenhöhe und im eigenen Flow.
Den Geist fliegen lassen: Fliegenpilz, Rauhnächte und das Licht in uns
Im Oktober leuchten sie wieder im Wald: knallrote Hüte mit schneeweißen Tupfen, tief verwurzelt im Moos unter Birken und Kiefern. Der Fliegenpilz ist unser vertrautestes Glückssymbol. Er ziert Postkarten, taucht in Märchen auf und schenkt uns Neujahrsgrüße. Doch er trägt ein zweites, sehr viel älteres Gesicht.
Kulturhistoriker und Ethnobotaniker wie Christian Rätsch, Claudia Müller-Ebeling oder Wolf-Dieter Storl beschreiben in ihren Werken die tiefen, mystischen Wurzeln dieses Waldwesens. Erzählt wird, dass der Fliegenpilz im Herbst gesammelt, getrocknet und in den dunkelsten Tagen des Jahres genutzt wurde, um den Geist „fliegen“ zu lassen. Belegt ist dieser ritualisierte Gebrauch vor allem aus sibirischen Schamanentraditionen, aber auch in unserer heutigen Zeit fasziniert das Thema wieder viele – bis hin zum modernen Microdosing, über das auf Kanälen wie Buschfunktistan berichtet wird.
Doch lassen wir die Kirche im Dorf: Der Fliegenpilz ist kein Spielzeug. Wer sich für mikrodosierte Wirkungen interessiert, gehört in die Hände von Fachleuten. Für mich persönlich ist er schlichtweg ein wunderschöner, magischer Herbstbote, dem ich bei meinen Waldspaziergängen voller Staunen begegne. Ich habe ihn zwar schon geräuchert, aber gegessen habe ich ihn nie.
⚠️ Wichtiger Hinweis: Der Fliegenpilz enthält starke Wirkstoffe und Gifte. Wer sich nach einem versehentlichen Verzehr unwohl fühlt, wählt bitte sofort den Notruf 112.

Die Sehnsucht nach dem „Mehr“ – Die Fragen unserer Ahnen
Was mich an dieser alten Überlieferung wirklich berührt, ist nicht der Pilz an sich. Es ist die uralte Sehnsucht unserer Ahnen nach Tiefe, nach Antworten und nach einer spürbaren Verbindung zur Anderswelt. Oder war es in den endlosen, dunklen Winternächten früher vielleicht auch einfach die menschliche Langeweile – der ganz eigene „Fernseher“ der damaligen Zeit? Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beidem.
Schon immer wollten Menschen herausfinden, was sie ausgleicht, was ihre inneren Dialoge beruhigt und was ihnen eine Form von Sicherheit schenkt. Ein Verstehen, das uns erlaubt, altes Denken loszulassen – erst einmal ganz leise im Geiste.
In Zuständen der Stille, der Meditation oder Trance lassen sich Dinge oft auf eine völlig neue Art ordnen. Doch die entscheidende Frage für unser Leben lautet immer: Was von diesen Erkenntnissen können wir wirklich mitnehmen in unsere alltägliche, materielle Welt?
Von alten Wegen und der Reise nach innen: Welten entdecken, Räume öffnen
Schon seit Urzeiten gibt es eine tiefe Grundfrage, die Menschen auf der gesamten Erde verbindet: Was liegt eigentlich hinter dem, was wir mit bloßem Auge sehen können?
Egal in welcher Epoche oder Kultur – Menschen haben nach Wegen gesucht, ihr Bewusstsein zu erweitern und tiefere Ebenen des Seins zu erforschen. Ob man es schamanische Reise nennt (wie im alten Naturwissen mit Trommelrhythmen und Pflanzenwesen) oder Astralreise (das Loslösen der Wahrnehmung vom physischen Körper): Im Kern geht es um ein und dasselbe Grundphänomen. Das Bewusstsein verlässt für einen Moment den hektischen Alltag, um in innere Welten einzutauchen, Führung zu empfangen oder Zusammenhänge besser zu verstehen.
Jedes Gefühl auf diesem Weg ist richtig
Vielleicht spürst du beim Lesen dieser Begriffe ganz unterschiedliche Impulse – und jedes Gefühl dazu ist absolut willkommen:
Es geht hier nicht darum, jemanden zu überzeugen. Es geht schlichtweg darum, Räume zu öffnen – im eigenen Tempo, ganz ohne Druck.
Verstand, Körpergedächtnis und die Weisheit des Herzens
Unser Verstand liebt Konzepte, Logik und Erklärungen. Sie geben ihm Halt und das Signal: „Du bist sicher, du darfst entspannen.“ Doch reine Theorie im Kopf ist nur der Anfang einer echten Erfahrung.
⚠️ Die Falle der Selbstgeißelung: Kein neues „Müssen“!
Doch Vorsicht vor einer subtilen Falle unserer Leistungsgesellschaft: Schnell entsteht der Gedanke: „Jetzt muss ich auch noch mein Herz öffnen, meine Traumata heilen und mich selbst optimieren!“
Bitte erlaube dir, diesen Druck sofort abzusetzen.
Echte Entwicklung braucht keine Perfektion. Wenn dein Körper müde ist oder dein Herz sich kurz verschließt, ist das ein kluger Schutzmechanismus. Sich selbst genau dort liebevoll zu erkennen, wo man gerade steht – auch wenn man mal nicht strahlt –, ist vielleicht die höchste Form von Herzwissen.
Polarität, Überlebensstrategien und die alten Rollen
In unserer Entwicklung stoßen wir auf universelle Gesetzmäßigkeiten:
Weil wir Menschen evolutionär immer aufeinander angewiesen waren, hat sich über Jahrtausende die Diplomatie und die Fähigkeit zur Anpassung entwickelt. Doch wenn diese Anpassung zur Selbstaufgabe wird (People Pleasing), geraten wir aus dem Gleichgewicht und werden müde.
Da taucht eine faszinierende Frage auf: Ist es eigentlich unser Herz, das sich selbst und andere tief verstehen möchte – oder ist es doch nur unser Urzeit-Gehirn, das unser Überleben durch Anpassung sichern will?
Aussteigen aus dem Dramadreieck
Gleichzeitig spüren wir modernen Menschen den tiefen Wunsch, alte Beziehungsdynamiken wie Opfer, Täter und Retter endlich hinter uns zu lassen. Dieses ewige Wechselspiel kostet uns unendlich viel Lebensenergie.
Ist dieser Drang auszusteigen einfach nur psychologische Reife – oder ist es eine ganz alte Seelenerinnerung? Ein Wissen um goldene Zeitalter und Hochkulturen wie Atlantis, Lemuria oder Avalon, von denen Legenden erzählen, dass dort einst Herz, Geist und Natur in reiner Harmonie wirkten?
Ob mythologische Erinnerung oder moderner Bewusstseinsschritt: Das Entscheidende ist, dass wir diese Rollen heute durchschauen dürfen. Wir müssen weder die Welt retten noch uns als Opfer fühlen. Wir dürfen beobachten, durchatmen und in unsere eigene Mitte zurückkehren.

Die Rauhnächte: Eine Zeit der besonderen Qualität
Zwischen den Jahren wird es still. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Das alte Jahr ist getan, das neue noch nicht geboren. Viele erleben diese Schwellenzeit als hochschwingend und dicht. Ich nenne es einfach eine besondere Zeitqualität: Es ist, als würde die Natur kurz den Atem anhalten.
Lies hierzu auch meinen Beitrag zur Schwelle des Lichts: zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche
Der leise Ausweg aus all unseren Alltagsgedanken heißt: Beobachten statt Reagieren. In dem kleinen Raum zwischen einem Reiz und deiner Reaktion liegt deine ganze Freiheit.
Ein kleines Licht für deine innere Reise
Wer sich auf eine innere Reise begibt – sei es in der Meditation, im leisen Träumen oder bei der Reflexion des eigenen Lebens –, braucht einen sicheren Boden. Ein kleines Licht spendet nicht nur Wärme, sondern hält dich geerdet.
In unseren Rauhnachtssets begleitet dich deshalb eine kleine Fliegenpilz-Glückskerze als symbolische Erinnerung an das Bild eines Geistes, der frei „fliegen“ darf – ganz ohne Rauschmittel, allein durch die Kraft deiner Intention.
Die Schwellzeit-Kerze: Wandlung sichtbar machen
Unsere Schwellzeit-Kerzen machen diesen Übergang greifbar: Oben das Dunkle, unten das Helle, und in der Mitte der Rauhnachtreif (ein feiner Eiseffekt im Wachs). Wenn die Flamme dort ankommt, macht sie die Schwelle sichtbar. Du siehst, wie sich etwas wandelt, und darfst einfach innehalten. Das ist keine Magie, sondern reine Aufmerksamkeit.
Ein kleines Abendritual der Selbsterkenntnis
Du brauchst kein großes Ritual. Ein ruhiger Moment und ein kleines Licht genügen:
Zwölf Abende, zwölf kleine Lichter. Das dreizehnte Licht steht für das Umsetzen – als liebevolle Erinnerung daran, dass du selbst die Verantwortung für deinen nächsten Schritt in der Welt übernimmst. (Unser freiwilliges 13-Wünsche-Ritual begleitet dich sanft dabei).
Ob moderne Physik oder zeitlose Philosophie: Schon Albert Einstein erforschte die Natur des Lichts, und die wunderbare Vera F. Birkenbihl hat es einmal bildlich auf den Punkt gebracht: Dunkelheit ist keine eigene Substanz – sie ist lediglich die Abwesenheit von Licht.
Du kannst Dunkelheit nicht mit Schaufeln aus einem Raum tragen. Aber du kannst ein einziges, kleines Licht entzünden – und die Dunkelheit weicht ganz von selbst. Das Licht gewinnt immer. Es kann gar nicht anders.
Wir brauchen keine Rauschmittel und keine fremden Mythen, um Räume in uns zu öffnen. Wir brauchen nur den Mut, den Verstand zu beruhigen, das Herz einzuladen und die Bereitschaft, ehrlich und sanft hinzusehen.
So schön und heilsam das Erforschen der eigenen Innenwelt sein kann: Bitte bleibe immer sanft und achtsam mit dir selbst.
Kein Heilversprechen: Alle Impulse, Rituale und Gedanken auf dieser Seite dienen ausschließlich der Inspiration, der Selbsterkenntnis und der persönlichen Entfaltung. Sie ersetzen weder medizinische noch psychotherapeutische Diagnosen oder Behandlungen.
Deine Ängste als weise Ratgeber: Es ist wertvoll, ab und zu sanft über die eigene Komfortzone hinauszuschauen. Doch deine Angst und dein Zögern sind keine Feinde – sie sind manchmal sehr kluge Ratgeber, die dir signalisieren: „Hier ist vorerst meine Grenze.“ Achte und respektiere diese Grenze immer.
Mut, um Hilfe zu bitten: Wenn du beim Hinschauen spürst, dass alte Themen oder Emotionen dich überfluten oder zu schwer werden, halte sofort inne. Du musst da nicht alleine durch. Es erfordert echten Mut und ist ein Zeichen von tiefer Eigenliebe, sich dann Begleitung und professionelle Unterstützung zu holen – sei es bei vertrauten Menschen, in einer Beratung oder bei Therapeuten.
Dein Weg darf sich leicht, stimmig und sicher für dich anfühlen.
In tiefer Verbundenheit und mit einem warmen Strahlen im Herzen,
Deine Lichtermacherin Dinah Henke
(Grundfarm Wachskunst)
„Als Mystikerin, Handwerkerin und Reisende im Geiste habe ich all diese Räume, Fragen und inneren Pfade im Laufe meines Lebens selbst durchwandert und erforscht. Ich habe erlebt, wie zutiefst heilsam und befreiend es ist, wenn der Verstand ruhen darf, das Herz sich öffnet und wir uns einfach wieder an das erinnern, was wir im Grunde schon immer waren: Licht.“

Wenn du den Wunsch spürst, diese besondere Zeitqualität der Rauhnächte bewusst zu gestalten, inneren Frieden zu verankern und in deinen eigenen geschützten Raum abzutauchen, darf dich ein kleines Licht auf diesem Weg halten:
Der Übergang: Mit dem einzigartigen Rauhnachtreif in der Mitte der Kerze wird die Schwelle zwischen den Welten, zwischen Alt und Neu, sichtbar.
Die Wirkung: Sie unterstützt dich Abend für Abend dabei, vom Reagieren ins ruhige Beobachten zu kommen – ganz im eigenen Flow.
👉Die Schwellzeit-Lichter (12+1 Set) – Das kosmische Kerzen Ritual
Der Anker: Dein friedlicher Begleiter zur Wintersonnenwende und in den Rauhnächten. Als schamanisches Symbol der Transformation erinnert es dich daran, dass tiefe Erkenntnisse ganz ohne Rauschmittel entstehen – allein durch die Kraft deiner Intention.
