
Die Magie der Rauhnächte – Einkehr, Licht und neue Wege
, Von Dinah Henke, 6 min Lesezeit

, Von Dinah Henke, 6 min Lesezeit
Die Rauhnächte – jene besondere Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr – laden uns dazu ein, innezuhalten und die Stille bewusst zu spüren.
Wenn das alte Jahr sich verabschiedet und das neue sich noch zaghaft zeigt, öffnen sich Räume für Klarheit, Intuition und neue Perspektiven.
Ein Ritual, das seit Jahrhunderten diese Zeit begleitet, ist das Anzünden einer Kerze.
Im warmen Schein des Lichts kannst du dich in deine innere Mitte zurückziehen, dich mit deinem Herzen verbinden und deine innere Stimme lauschen.
✨ Fragen für deine Rauhnächte:
Was darf ich loslassen, damit es gehen kann?
Was möchte in mein Leben kommen?
Welche Schritte unterstützen mich auf diesem Weg?
Im Kerzenschein können Antworten auftauchen, die im Alltag oft überhört werden. Licht schenkt uns Geborgenheit, Ruhe und ein Gefühl von Sicherheit – wie ein Anker, der uns durch die dunklen Nächte trägt.
Gerade in dieser stillen Jahreszeit ist es wohltuend, bewusst Raum für sich selbst zu schaffen. Mit einer Kerze an deiner Seite kannst du in die Tiefe gehen, Altes verabschieden und Neues willkommen heißen – und so Kopf, Herz und Verstand in Einklang bringen.
💫 Mein Tipp: Lade die transformierenden Farben für deine Kerze, ein persönliches Motto, ein Motiv oder vielleicht sogar dein Krafttier schon jetzt – im September und Oktober – in dein Leben ein.
Denn bereits jetzt beginnt die Einstimmung auf die dunkle Jahreszeit.
Es ist ein Prozess, der sich zur Herbst-Tagundnachtgleiche einschwingt, uns durch die Sperr- und Rauhnächte trägt und erst rund um Lichtmess im Februar langsam wieder abnimmt – wenn das Licht zurückkehrt und die Energie nach außen strömt.
Wer tiefer eintauchen möchte, kann bereits mit den Sperrnächten beginnen.
👉 Diese finden vom 8. bis zum 21. Dezember 2025 statt – in den zwölf Nächten vor dem kürzesten Tag des Jahres, der Wintersonnenwende am 21. Dezember.
In dieser besonderen Zeit des bewussten Innerns und Loslassens wird symbolisch das alte Jahr abgeschlossen. Es ist wie ein inneres Aufräumen und Reinigen, bevor die eigentlichen Rauhnächte am 25. Dezember beginnen und bis zum 6. Januar, dem heiligen Dreikönigstag, enden. Bin am 24.12. wird das Licht neugeboren – Hallo Jesus!
Seit vielen Jahren zünde ich täglich eine kleine, dünne Lichtmess-Kerze an – entweder morgens oder abends. Diese brennt etwa 40- 50 Minuten und schenkt mir eine kostbare Auszeit nur für mich, in der Gefühle integriert und verarbeitet werden können.
In dieser Zeit…
mache ich Notizen und lausche nach innen,
praktiziere Körperarbeit wie Yoga, Qi-Gong und Tai Chi, singe Mantras,
ziehe eine Karte zum Zeitgeschehen, Musiziere,
backe, bastle, räume auf, meditiere oder bin einfach still,
räuchere einzelne Räume, Haus und Hof,
verbinde mich neu mit meinem Herzen.
Es geht dabei nicht darum, etwas „richtig“ zu machen oder das altbekannte „wenn-dann“ – sondern darum zu spüren: Was möchte heute meine Aufmerksamkeit haben? Empfindsam und neutral anschauen.
💫 Eine „To-Be“-Liste kann hier oft hilfreicher sein als eine klassische „To-Do“-Liste. Während eine To-Do-Liste vor allem den Verstand und das Ego beschäftigt, erlaubt eine To-Be-Liste, alle Anteile in Einklang zu bringen: Herz, Geist, Körper und Seele.
Sie schenken Zeit, Geduld und Liebe, damit jeder Anteil gesehen und transformiert werden kann – nicht nur der rationale Teil von uns. So entsteht ein Raum, in dem Licht und Liebe fließen können, ohne Druck oder Erwartung.
Licht und Schatten in Einklang bringen.
Wir sind zyklische Wesen in einer dualen Welt. Licht und Schatten gehören zu uns, und wenn wir uns dem Zeitgeschehen hingeben, entstehen Flow und Leichtigkeit. Auch unser ganzer Organismus ist auf ruhe eingestellt Zeit zum wachsen, zeit zum heilen.
🌙 Deshalb meine herzliche Einladung: Feiere die Rauhnächte, genieße den Kerzenschein und schenke dir selbst die wohltuende Kraft des Rituals – oder einfach deine „Me-Time“.
💡 Und noch ein persönlicher Hinweis:
Diese Rituale müssen nicht nur in den Rauhnächten stattfinden.
Folge deiner inneren Stimme – immer dann, wenn du spürst, dass es Zeit ist, innezuhalten und dir selbst Licht und Aufmerksamkeit zu schenken. Oder gerade, wenn du „deine Stimme“ nicht mehr hören kannst, ist es Zeit für DICH!
Eine gute und besinnliche Zeit und ein schönes Leuchten wünsche ich dir,
Dinah Henke, deine Lichtermacherin